Denkmal - Erlaubnisverfahren nach § 9 Denkmalschutzgesetz

Grundsätzlich brauchen Sie für alle Arbeiten an und in Ihrem Baudenkmal eine vorherige denkmalrechtliche Erlaubnis. Dabei ist es unerheblich, ob der bestehenden Zustand optisch oder substanziell verändert wird und gar keine Veränderung sichtbar wahrnehmbar ist. Dies gilt auch, wenn die geplante Maßnahme den ursprünglichen Zustand wiederherstellen soll.

Beispielhafte Maßnahmen:

  • Arbeiten an Dach und Fassade, einschließlich Gerüststellung
  • Arbeiten an Fenstern und Türen
  • Renovierungsarbeiten innen und außen
  • Einbau, Erneuerung von technischen Anlagen
  • Umbauten

Erteilung einer Erlaubnis

Wenn Ihr Antrag mit den denkmalpflegerischen Zielen vereinbar ist, erteilt Ihnen die Untere Denkmalbehörde in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Rheinland – Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR) eine schriftliche Erlaubnis nach § 9 Denkmalschutzgesetz.

Wenn es die Umstände erfordern sollten, wird die Erlaubnis durch Nebenbestimmungen ergänzt. Die Nebenbestimmungen können Einzelheiten aus der Planung, die gegen den Denkmalschutz verstoßen, durch bestimmte Anweisungen ausgleichen. So ist es möglich, trotz eventueller kleiner Hindernisse eine Erlaubnis zu erteilen.

Wann und bei wem muss die denkmalrechtliche Erlaubnis eingeholt werden?

Die Erlaubnis muss unbedingt vor der Durchführung oder Beauftragung der geplanten Arbeiten beantragt werden. Der Antrag ist schriftlich in Papierform mit den zur Beurteilung erforderlichen Unterlagen bei der Unteren Denkmalbehörde einzureichen (siehe benötigte Unterlagen).

Bitte beachten Sie, dass eine denkmalrechtliche Erlaubnis eine gegebenenfalls andere erforderliche Genehmigung, zum Beispiel eine Baugenehmigung, nicht ersetzt. Umgekehrt wird im Falle eines Baugenehmigungsverfahrens die denkmalrechtliche Erlaubnis durch das Bauordnungsamt mit eingeholt.
Falls Sie im Laufe der Ausführung von dem genehmigten Vorhaben abweichen wollen, müssen Sie das unverzüglich mitteilen und das Gespräch mit der Unteren Denkmalbehörde suchen, damit das weitere Vorgehen abgesprochen werden kann.

Wir empfehlen Ihnen, frühzeitig einen Beratungstermin mit uns zu vereinbaren. Nur so können wir die Anforderungen des Denkmalschutzes von Anfang an in die Planung und Ausführung Ihres Vorhabens mit einbeziehen und unnötige Planungskosten vermeiden.

Wie lange gilt die Erlaubnis?

Die denkmalrechtliche Erlaubnis ist zwei Jahre gültig und erlischt, wenn Sie nicht innerhalb dieser zwei Jahre mit der Maßnahme begonnen oder die Durchführung der Arbeiten für zwei Jahre unterbrochen haben. Wenn Sie eine Verzögerung des Baubeginns feststellen, benötigen Sie unbedingt eine Verlängerung der Erlaubnis. Die Verlängerung kann für weitere zwei Jahre erfolgen.

Was passiert, wenn Sie ohne Erlaubnis oder abweichend von einer Erlaubnis Arbeiten durchführen?

Wenn Sie die Arbeiten ohne Erlaubnis, unsachgemäß oder im Widerspruch zur Erlaubnis durchführen, müssen Sie die Arbeiten auf unsere Aufforderung hin sofort einstellen (§ 27 Denkmalschutzgesetz). Die Untere Denkmalbehörde ist als Sonderordnungsbehörde zur Stilllegung von Baumaßnahmen berechtigt.

Wenn Sie die Arbeiten ohne eine Erlaubnis durchführen oder von der Erlaubnis abweichen, begehen Sie zudem eine Ordnungswidrigkeit. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße von bis zu 250.000,00 Euro geahndet werden. Wenn Sie ein Denkmal ohne Erlaubnis beseitigen, droht Ihnen eine Geldbuße von bis zu 500.000,00 Euro (§ 41 Denkmalschutzgesetz). Zusätzlich können solche Verstöße mit einer Ordnungsverfügung geahndet werden, die Sie zur Herstellung des ursprünglichen Zustandes auffordert.

Alle Unterlagen, die zur Beurteilung Ihres Vorhabens gebraucht werden, sollen mit dem formlosen Antrag abgegeben werden. Solche Unterlagen können zum Beispiel Zeichnungen, Fotos, Angebote oder Leistungsbeschreibungen sein. Der Umfang der Unterlagen hängt von dem geplanten Vorhaben und der Bedeutung und Eigenart des Baudenkmals ab. Entscheidend ist, dass die Unterlagen das geplante Vorhaben nach Art und Umfang veranschaulichen.


Die Erteilung der Erlaubnis ist gebührenfrei. Die denkmalspezifische Beratung (vor Ort, schriftlich oder telefonisch) ist für Sie kostenlos.


Katja Blodau
Sachbearbeiterin

Etage 8 B
: Technische Beratung
Stadtbezirk Bad Godesberg

: 0228 - 77 25 31
: 0228 - 77 30 95


katja.blodau@bonn.de
: mailto:katja.blodau@bonn.de

Angelika Belz
Sachbearbeiterin

Etage 8 B
: Technische Beratung
Stadtbezirk Bonn (Dottendorf, Kessenich, Ippendorf, Poppelsdorf, Südstadt - westlicher Teil, Weststadt - zwischen Bahn und Baumschulallee / Wittelsbacher Ring, Röttgen, Ückesdorf, Venusberg)

: 0228 - 77 44 70
: 0228 - 77 30 95


angelika.belz@bonn.de
: mailto:angelika.belz@bonn.de

Katrin Bisping
Stadtkonservatorin

Etage 8 B
: Technische Beratung
Sakral- und Universitätsbauten, Siedlungen
Stadtbezirk Bonn (Zentrum, Südstadt - östlicher Teil, Gronau)

: 0228 - 77 23 54
: 0228 - 77 30 95


katrin.bisping@bonn.de
: mailto:katrin.bisping@bonn.de

Rebekka Magis
Sachbearbeiterin

Etage 8 B
: Technische Beratung
Stadtbezirk Beuel;
Stadtbezirk Bonn (Auerberg, Buschdorf, Castell, Dransdorf, Endenich, Graurheindorf, Lessenich/ Meßdorf, Nordstadt, Tannenbusch, Weststadt - südl. Wittelsbacher Ring / Baumschulallee)

: 0228 - 77 38 40
: 0228 - 77 30 95


rebekka.magis@bonn.de
: mailto:rebekka.magis@bonn.de

Stadthaus, Berliner Platz 2
53111 Bonn


: http://stadtplan.bonn.de/index.php?request=position& scale=5000&map=Stadtplan& minX=2577285&minY=5622960& objekt=Stadtverwaltung%2C+Untere+Denkmalbeh%F6rde&selFields=&

Montag von 8 bis 12 Uhr
Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten sind Besuche nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich.


Haltestelle Stadthaus
Verkehrsmittel: Bus
Linie(n): 602, 604, 605


Haltestelle Stadthaus
Verkehrsmittel: Bahn
Linie(n): 61, 62, 66, 67


Untere Denkmalbehörde
URL: http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/stadtverwal tung_im_ueberblick/00672/index.html