Denkmal - Bescheinigungsverfahren nach § 40 Denkmalschutzgesetz

Eine Bescheinigung nach § 40 Denkmalschutz kann erteilt werden, wenn

  • es sich um ein eingetragenes oder vorläufig eingetragenes Denkmal handelt oder
  • das Gebäude im Denkmalbereich Nordstadt liegt und
  • eine denkmalrechtliche Erlaubnis vor Maßnahmenbeginn erteilt wurde,
  • eventuelle Auflagen aus der denkmalrechtlichen Erlaubnis eingehalten wurden und
  • die Maßnahme nach Art und Umfang zur Erhaltung und sinnvollen Nutzung des Gebäudes als Baudenkmal erforderlich war.

Entsprechend sind nicht alle Arbeiten an einem Baudenkmal steuerlich anerkennungsfähig. An die vom Landesministerium vorgegebenen Kriterien werden bei der Prüfung strenge Maßstäbe angelegt. Die Entscheidung hierüber trifft die Untere Denkmalbehörde im Benehmen mit dem Landschaftsverband Rheinland - Amt für Denkmalpflege.

Maßnahmen zur Erhaltung des Gebäudes

Eine Maßnahme zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal kann bescheinigt werden, wenn dadurch die individuellen Merkmale, die die Eigenschaft des Gebäudes als Baudenkmal begründen, erhalten bleiben. Es reicht nicht aus, wenn die Maßnahmen angemessen oder aus denkmalpflegerischer Sicht vertretbar, aber nicht zwingend erforderlich sind.

Maßnahmen zur sinnvollen Nutzung

Maßnahmen zur sinnvollen Nutzung sind Maßnahmen, die zur Anpassung eines Baudenkmals an zeitgemäße Wohnverhältnisse erforderlich sind, wie zum Beispiel neue Heizungs- oder Sanitäranlagen.

Auch hier wird bei der Prüfung ein strenger Maßstab angelegt: So sind zum Beispiel Kosten, die der wirtschaftlichen Optimierung des Baudenkmals dienen (beispielsweise der erstmalige Ausbau des Dach- oder Souterraingeschosses), nicht anerkennungsfähig.

Generell nicht anerkennungsfähig sind:

  • neue Gebäudeteile oder Erweiterungen der nutzbaren Fläche, wie beispielsweise Anbauten, Balkone oder der Ausbau von Dach- oder Kellerräumen,
  • Schönheitsreparaturen,
  • wiederkehrende Gebühren, zum Beispiel für den Schornsteinfeger,
  • Kosten für sogenannte Luxusaufwendungen,
    Ausstattung wie z.B. Spiegel oder Leuchten,
  • in der Regel auch Kosten für Tiefgaragen, Garagen, Stellplätze oder Außenanlagen, sofern diese nicht explizit zu den denkmalwerten Bestandteilen gehören.
  • Alle Baumaßnahmen müssen zwingend vor Beginn der Arbeiten mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt werden.
  • Eine fehlende Erlaubnis kann nicht nachträglich erteilt werden.
  • Die eigene Arbeitszeit oder die unentgeltlich Beschäftigter ist nicht bescheinigungsfähig. Es können ausschließlich tatsächlich angefallene Kosten, wie Materialkosten, berücksichtigt werden.

Nicht alle Maßnahmen, für die eine Erlaubnis erteilt wurde, können auch steuerlich im Sinne des § 40 Denkmalschutzgesetz geltend gemacht werden.

Zudem sind Aufwendungen für Arbeiten an Gebäudeteilen, die nicht unter Denkmalschutz stehen, nicht bescheinigungsfähig (Umgebungsschutz, § 9 Abs. 1 Satz b Denkmalschutzgesetz).


Dem schriftlichen Antrag sollen Sie nach Abschluss aller Baumaßnahmen eine tabellarische Auflistung der Einzelrechnungen sowie alle Rechnungen im Original und Zahlungsbelege beifügen. Bitte heften Sie hierbei die Rechnungen entsprechend der tabellarischen Reihenfolge ab.

Anhand der vorgelegten Unterlagen muss eindeutig nachvollziehbar sein, für welche Maßnahmen die jeweiligen Kosten entstanden sind.

Die genannten Vorgaben gelten auch für Bauträgermodelle, Baubetreuungs- und Generalunternehmen.


Für die Ausstellung der Bescheinigung fallen Gebühren an. Diese richten sich nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (AVerwGebO NRW; Tarifstelle 4a.2 und 4a.2.1) und betragen zurzeit:

Bescheinigte AufwendungHöhe der Gebühr
bis 5.000,00 EuroGebührenfrei (bei mehreren Eigentümern bezogen auf das Gebäude)
bis 250.000,00 Euro1 % der bescheinigten Aufwendungen
über 250.000,00 Euro und bis 500.000,00 Eurozzgl. 0,5 % der bescheinigten Aufwendungen
über 500.000,00 Eurozzgl. 0,25 % der bescheinigten Aufwendungen
max. aber 25.000,00 Euro

Regina Heitkötter
Sachbearbeiterin

Etage 8 B
: Allgemeine Auskunft
Denkmalliste, Steuerbescheinigungen, Verwaltungsaufgaben

: 0228 - 77 44 86
: 0228 - 77 30 95


regina.heitkoetter@bonn.de
: mailto:regina.heitkoetter@bonn.de

Monika Vianden
Sachbearbeiterin

Etage 8 B
: Allgemeine Auskunft
(Denkmalliste, Steuerbescheinigungen, Verwaltungsaufgaben)

: 0228 - 77 45 10
: 0228 - 77 30 95


monika.vianden@bonn.de
: mailto:monika.vianden@bonn.de

Stadthaus, Berliner Platz 2
53111 Bonn


: http://stadtplan.bonn.de/index.php?request=position& scale=5000&map=Stadtplan& minX=2577285&minY=5622960& objekt=Stadtverwaltung%2C+Untere+Denkmalbeh%F6rde&selFields=&

Montag von 8 bis 12 Uhr
Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten sind Besuche nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich.


Haltestelle Stadthaus
Verkehrsmittel: Bus
Linie(n): 602, 604, 605


Haltestelle Stadthaus
Verkehrsmittel: Bahn
Linie(n): 61, 62, 66, 67


Untere Denkmalbehörde
URL: http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/stadtverwal tung_im_ueberblick/00672/index.html